22/September/2016
Besuch Nr. 9 in Zürich, Frankengasse 24



MITWIRKENDE:

Annina Haug, Mezzosopran
René Perler, Bassbariton
Edward Rushton, Klavier



PROGRAMM:

Henri Duparc (1848-1933): Sämtliche Lieder

Chanson triste (Jean Lahor)
Au pays où se fait la guerre (Théophile Gautier)
Sérénade (Gabriel Marc)
Le galop (René-François Sully-Prudhomme)
Soupir (René-François Sully-Prudhomme)
Romance de Mignon (Victor Wilder d’après Goethe)
Sérénade florentine (Jean Lahor)
Lamento (Théophile Gautier)
Testament (Armand Silvestre)
Le manoir de Rosemonde (Robert de Bonnières)
Elégie (Thomas Moore, traduction par Ellie Duparc)
La vague et la cloche (François Coppée)
L’invitation au voyage (Charles Baudelaire)
Extase (Jean Lahor)
La vie antérieure (Charles Baudelaire)
Phidylé (Charles-Marie-René Leconte de Lisle)
La fuite (Théophile Gautier)

KONZERTBERICHT:

Moia und Ueli Grossmann veranstalten seit Jahren Hauskonzerte in ihrem hübschen Musikzimmer im Oberdorf hoch über den Dächern Zürichs. Wir durften uns in ihre Reihe "Im Dach" einklinken und zum zweiten Mal unser Programm mit sämtlichen Duparc-Liedern bringen ("L’Intégrale des Mélodies de Duparc"). Anders als gewohnt bei Grossmanns "Im Dach" (aber bei uns Konzept), wusste das Publikum vorher nicht, was und wer auf sie zukommt. Es war eine grosse Herausforderung für das 25-köpfige Publikum, alle 17 Mélodies von Duparc zu hören, Werke die zweifelsohne eines grösseren Raums bedürfen, und die zum Teil harmonisch und klanglich sehr üppig sind. Dennoch haben sie alle in der spätsommerlichen Wärme der Dachstube gebannt zugehört, und alle waren von den zum Teil unbekannten Liedern sowie von der erlebten Nähe zu ihnen und zu ihrer Sprache begeistert. Von mehreren Gästen hörten wir, dass sie mit Duparcs Mélodies eine neue Welt entdeckt haben.
Wie immer nach einem Konzert "Im Dach" verwöhnten die GastgeberInnen das Publikum und die MusikerInnen mit einem reichhaltigen salzigen und süssem Buffet und Wein bei angenehmen Gesprächen über das Gehörte.

ER, 23. September 2016