25/October/2025
Besuch Nr. 53 in Nidau



MITWIRKENDE:

Barbara Erni, Alt
René Perler, Bassbariton
Edward Rushton, Klavier



PROGRAMM:

Es rauschet das Wasser

Hans Huber (1852-1921)
Fünf Gesänge für zwei Stimmen mit Pianoforte op. 58
1. "Im Garten klagt die Nachtigall" (Friedrich von Bodenstedt
2. Ein Stündlein wohl vor Tag (Eduard Mörike)
3. Er ist's (Eduard Mörike)
4. Gesang zu Zweien in der Nacht (Eduard Mörike)
5. Aus der Ferne (Eduard Mörike)

"In einem Buche blätternd" (Nikolaus Lenau) op. 38 Nr. 2
"Wenn Worte dir vom Rosenmunde" (Nikolaus Lenau) op. 38 Nr. 4

James Simon (1880-1944)
Neujahrswunsch (Annelise Braun)
Abendstunde (Walter Calé)
Un grand sommeil noir (Paul Verlaine)
Gebet (Robert Walser) op. 6 Nr. 1
Das sind die Stunden (Rainer Maria Rilke)
Jetzt rede du! (Conrad Ferdinand Meyer)
Morgenstimmung (Christian Morgenstern)

Johannes Brahms (1833-1897)

Es liebt sich so lieblich im Lenze (Heinrich Heine) op. 71 Nr. 1
Geheimnis (Karl August Candidus) op. 71 Nr. 3
O kühler Wald (Clemens Brentano) op. 72 Nr. 3
Die Mainacht (Ludwig Hölty) op. 43 Nr. 2

Vier Duette op. 28
1. Die Nonne und der Ritter (Joseph von Eichendorff)
2. Vor der Tür (altdeutsch)
3. Es rauschet das Wasser (Johann Wolfgang von Goethe)
4. Der Jäger und sein Liebchen (Hoffmann von Fallersleben)

KONZERTBERICHT:

Nachdem uns im Mai 2018 Lis Frei und Daniel Probst bereits schon einmal ihre Stube in Nidau für einen Besuch der Lieder öffneten, durften wir – Edward, René und Barbara - diesen Oktober ein zweites Mal deren Gastfreundschaft geniessen. Unser Programm war jedoch ein anderes, einzig die von uns heissgeliebten «Vier Duette op. 28» von Johannes Brahms wurden erneut aufgeführt. Mit den fulminanten und hochromantischen «Fünf Gesänge für zwei Stimmen mit Pianoforte op. 58» von Hans Huber eröffneten wir die Liederstunde. Es folgten Solo-Lieder u. a. von James Simon, dessen Lebensgeschichte vorgängig eindrücklich von Edward kurz beschrieben wurde. Ergänzt wurde der Sololieder-Teil mit Werken von Hans Huber und Johannes Brahms, die dann auch sogleich den Weg zu den obengenannten Duetten op. 28 «ebneten». Wie ein roter Faden zog sich die Liebesthematik und deren Risiken und Nebenwirkungen durch das Programm. René, Edward und Barbara «knieten» sich mit Wonne und Freude in all die «Gefühlsaufschwünge und -abgründe» hinein. So durften wir mit 17 ZuhörerInnen einen Abend mit wunderschöner Musik und innigen Texten geniessen. Im Anschluss wurde uns von Lis und Daniel ein feiner Apéro serviert, der uns den Abend in einer gemütlichen Atmosphäre ausklingen liess.

BE, Oktober 2025