23/April/2026
Besuch Nr. 59 in Zürich



MITWIRKENDE:

Annina Haug, Mezzosopran
Rafaël Newman, Sprecher
Edward Rushton, Klavier



PROGRAMM:

Kurt Tucholsky:
Parc Monceau (1924)

Mel Bonis (1858-1937):
Au crépuscule (1923)

Joachim Ringelnatz:
Kindergebetchen (1929)

Erik Satie (1866-1925):
Trois mélodies (1916)
- La statue de bronze
- Daphénéo
- Le chapelier
Premier menuet (1920)
Ludions (1923)
- Air du rat
- Spleen
- La grenouille américaine
- Air du poète
- Chanson du chat
Avant-dernières pensées (1915)

Darius Milhaud (1892-1974):
Catalogue de Fleurs (1920)

Grock (1880-1959):
La femme est un jardin d’amour

Albert Roussel (1869-1937):
Jazz dans la nuit op. 38 (1928)

Arthur Honegger (1892-1955):
Hommage à Albert Roussel (1928)
Six poèmes de Guillaume Apollinaire (1915-16)

Erik Satie:
Je te veux (1902)

KONZERTBERICHT:

Der berühmte jurassische Clown Grock (1880-1959) besass einen 1927 gebauten Flügel der Pariser Marke Gaveau. Hundert Jahre nach dessen Bau steht dieses Instrument im Wohnzimmer eines Grossneffe von Grock, in Zürich; dies wiederum hat ihn (den Grossneffen) Anlass gegeben, uns für einen Lieder- und Poesieabend einzuladen. Wir haben das Progamm sorgfältig ausgewählt, um es genau auf das Instrument und seine Geschichte masszuschneidern. Alle Musikstücke stammten aus den Federn französischer Komponist:innen, respektive französischer und deutscher Dichter:innen, aus der engen Zeitspanne zwischen 1916 und 1928. Die rezitierten Gedichte stellten eine spezielle Mischung aus französischer Absurdität und von unserem Rafaël Newman extra ins Deutsche übertragener Ironie und Süffigkeit.

Dem Zeitgeist entsprechend erklangen also Witz, Charme, Nonsens, Wahnsinn, und eine Prise Nostalgie.

Wir waren überzeugt, dass Programm, Ort und Menschen perfekt aufeinander passten, und es war eine Freude, dort zu spielen!

ER, April 2026